Nur 12 Kilometer von Valledoria befinden sich die Thermalquellen von Casteldoria, zu Fuße des gleichnamigen Kastells, welches von der Genuesischen Familie Doria erbaut wurde. Die heißen Quellen steigen im und entlang des Flusslaufes des Coghinas auf. Die meisten Quellen befinden sich einem Tal zwischen hoch aufragendem, rotem Vulkangestein und der üppigen Vegetation des Monte Ruju und des Monte Ortigu. Bohrungen in der nahen Umgebung der umliegenden Gemeinden Santa Maria und Viddalba legen nahe, dass man mit ein wenig Glück auf weitere Quellen stoßen kann.

Im Bereich von Casteldoria mischt sich das kühle Flußwasser mit dem 70-80°C heißem, jod- und bromsalzreichen Quellwasser. Des Weiteren förden die Quellen auch Schlamm (dem sogennanten Fango) zu Tage, welcher zur Behandlung von Hautkrankheiten und Rheuma gerne Verwendung findet

Vor Ort befindet sich auch eine Thermalklinik, die eine Vielzahl an Kuren und Behandlungen anbietet. Totzdem ist das Ufer öffentlich zugängig. Zumeist bilden sich im Bereich des Flusslaufes kleinere und grössere Strände. An kühleren Tagen finden diese einen regen Zulauf. Aber aufgepasst! Die heißen Quellen treten auch im Bereich der Strände stellenweise zutage. So mancher unachtsame Fuss wurde dabei schon „gekocht“. An kühleren Tagen kann man an verschiedenen Stellen entlang des Flusses aufsteigende Dampfwolken beobachten, die früh am Morgen teilweise das Tal oder die umgliegenden Gebirge verhüllen.